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Anton Haban übergibt ein gut bestelltes Haus

Die neue Führung der Fußballabteilung (v. l.): Kassenwart Sascha Jost, 2. Abteilungsleiter Berni Schöberl, Abteilungsleiter Bernd Schmidbauer, 3. Abteilungsleiter Werner Aimer und Sportreferent Anton Stimmer. Foto: sag

Dorfen – Bei der Fußballabteilung des TSV Dorfen ist alles im Lot. Das zeigte die Jahreshauptversammlung im Keller der Taverna Sirtaki. Die Herrenmannschaft liegt in der Bezirksliga Ost im Soll, die Finanzen stehen auf einer gesunden Basis, und die Neuwahlen der Abteilungsleitung waren bestens vorbereitet.

Der scheidende Abteilungsleiter Anton Haban, seit 2007 im Amt, gab vor 61 Mitgliedern zunächst einen Überblick über das abgelaufene Jahr im Herren-Bereich. Die Fußballer haben derzeit 405 Mitglieder und drei Herrenmannschaften (1., 2. und AH) sowie zwölf Jugendteams im Punktspieleinsatz.

Einen Wermutstropfen hatte er aber doch zu vermelden: Ludwig Attenhauser ist ab sofort nicht mehr Trainer der Reserve. Kurzfristig habe er sein Amt zur Verfügung gestellt, „ohne Kommentar“, wie Haban anfügte. „Mir fehlen die Worte“, gab er sich sichtlich enttäuscht. Ebenso enttäuscht zeigte er sich über den plötzlichen Abschied von Bezirksliga-Trainer Michael Kostner Anfang des Jahres. „Hier wurde mir erst klar, was Worte, die noch im Januar ausgesprochen wurden, eigentlich bedeuten“ resümierte der scheidende Boss. Haban dankte in diesem Zusammenhang dem Sportlichen Leiter Markus Listl, der mit dem Trainerteam Christian Donbeck und Sascha Hänle umgehend adäquaten Ersatz gefunden habe. Turbulente Zeiten gab es im vergangenen Jahr in der Bezirksliga mit der dann erfolgreichen Relegation. Weitere Höhepunkte waren im Totopokal die Spiele gegen Burghausen und 1860 München.

Kurz ging Haban auf die seiner Sicht nach „zwingende Verlagerung der Sportstätten in den Außenbereich“ ein und hoffte, dass „da endlich was in die Gänge kommt“. Vom ursprünglichen Kompetenzteam vor knapp zehn Jahren hätten sich nach und nach viele verabschiedet. „Aber es ist alles weitergelaufen und in geordnetem Fahrwasser geblieben“, meinte er nicht ohne Stolz. Am Ende seiner Ausführungen und seiner Amtszeit bekam der scheidende Chef lange stehenden Applaus.

Jugendleiter Günther Sattler wies auf eine der größten und erfolgreichsten Jugendabteilungen im Landkreis hin. Derzeit werden 240 Heranwachsende im Verein betreut. Aus Mangel an Trainingsplätzen musste aber jetzt eine Warteliste zur Aufnahme eingeführt werden. „Das dürfte wohl einmalig im Landkreis sein“, stellte Sattler etwas niedergeschlagen fest. Aushängeschild der erfolgreichen Jugendarbeit sei die C 1, die in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat.

Christian Kormann, in Vertretung des erkrankten AH-Leiters Hermann Weingartner, stellte bei seinem Team dagegen einen „Nachwuchsmangel“ fest. Abschließend wies er darauf hin, dass die AH nächstes Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Da seien einige attraktive Spiele und Veranstaltungen geplant.

Auch was die Finanzen anbelangt, ist die Fußballabteilung bestens aufgestellt. Kassiererin Charlotte Trebing konnte zum 31. Oktober 2018 einen positiven Kassenbestand von nahezu 52 000 Euro vermelden.

Die Neuwahlen gingen dann reibungslos über die Bühne. Schon im Vorfeld wurde vieles geregelt, sodass TSV-Vize Werner Hinz als Wahlleiter leichtes Spiel hatte. Die Abteilungsleitung übernimmt in Zukunft TSV-Präsident Bernd Schmidbauer. Mit Bernhard Schöberl und Werner Aimer wurden zwei junge, ambitionierte Leute als seine Stellvertreter gefunden. Für die Finanzen wird in Zukunft Sascha Jost zuständig sein. Der neue TSV-Fußballchef stellte dann Zukunftsprognosen in den Raum. Er wolle weiterhin für Kontinuität und Stabilität in der Abteilung sorgen und vor allem die Jugendförderung forcieren. „Das Trainerteam Donbeck/Hänle hat in dieser Hinsicht schon viel erreicht, und so soll es auch weitergehen“ sagte Schmidbauer. „Wir wollen auch in Zukunft nicht mit allen Mitteln in die Landesliga aufsteigen. Wichtiger ist es uns, die Jungen zu animieren, dass sie wieder stolz sind, in der ersten Mannschaft des TSV spielen zu können.“ Zudem verwies er darauf, dass er die vielfältige Arbeit nicht allein leisten könne. Er nannte viele Namen, die ihm bereits zugesagt hätten, ihn in Zukunft in verschiedenen Tätigkeiten zu unterstützen. Zudem gab er einen Ausblick auf die anstehende 150-Jahr-Feier des Vereins 2019. Dabei sind viele Großveranstaltungen von allen Abteilungen geplant.

Im Auftrag der Stadt Dorfen dankte Sportreferent Anton Stimmer allen Beteiligten des Vereins für die geleistete Arbeit. Er stellte in Aussicht, dass die Jugendarbeit auch von der Stadt noch besser gefördert werde. Zum Thema Sportplatzverlagerung in den Außenbereich meinte er aber, dass das aber noch einige Jahre dauern dürfte.

Sportlicher Leiter Listl gab bekannt, das Trainerteam Donbeck/Hänle habe ihm zugesagt, die erste Mannschaft bis mindestens Ende der Spielzeit 2019/20 coachen zu wollen. Er sei sich sicher, dass man sich auf das Wort der beiden verlassen könne.

 
Quellenangabe: Dorfener Anzeiger vom 17.11.2018, Seite 41

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