D1 TSV Dorfen - TSV Gaimersheim 3:2

Nachdem der TSV Dorfen unter der Woche gegen den Bezirksoberligisten SC Landshut Berg testete und gegen den oberklassigen Verein ein gutes 4:4 erreichte, kam am gestrigen Samstag der Tabellennachbar TSV Gaimersheim in die Isenstadt. Jörg Lüers konnte bis auf einen Ausfall wieder aus dem Vollen schöpfen und auf den gesamten Kader zurückgreifen.
Pünktlich um 11.00 Uhr ertönte der Pfiff des Unparteiischen. Die Jungs aus Gaimersheim eröffneten das Kreisligaspiel und zeigten, dass sie die Punkte nicht in Dorfen lassen wollten. Es entwickelte sich in den ersten Minuten ein eifriges Hin und Her. Beide Mannschaften waren bemüht, kamen aber noch nicht so richtig ins Spiel. Ein Schuss von Sami Müller ging knapp am Gaimersheimer Tor vorbei. In der 5. Minute war es dann Jonas Lüers, der sich den Ball schnappte, zwei gegnerische Spieler nass machte und klug auf Mooser durchsteckte. Wieder mal ein gefundenes Fressen für den Goalgetter mit der Nummer 10: 1:0 für die Hausherren.
Leider waren sich die Jungs um Jörg Lüers ihrer Sache wohl zu sicher. Bereits 6 Minuten nach der Dorfener Führung waren sich Torhüter Kraske und Abwehrspieler Folger nicht einig. Nutznießer war die Gaimersheimer 10: Es fiel der zu diesem Zeitpunkt gerechte Ausgleich zum 1:1. Gaimersheim witterte nun Morgenluft und trieb den Ball ein ums andere Mal aufs Dorfener Tor. In der 12. Minute parierte Kraske stark. In der 14. Minute war der Schlussmann des TSV Dorfen machtlos: Seine Hintermannschaft ließ den Gegner bei einer gut getretenen Ecke gewähren. Die Folge war das 1:2. Spiel gedreht und das nicht unverdient.
Trainer Lüers reagierte, brachte Lekse für Brauer. Dorfen versuchte Druck aufzubauen. Nach Ecke von Härle ging der Schuss von Mooser knapp am Tor vorbei. Nach einem Einwurf der Dorfener und einem hohen Pass in die Mitte scheiterte Lüers mit seinem Schuss am Gaimersheimer Goalie. In der 21. Minute war es wieder Daniel Mooser, der nach glänzender Einzelleistung von Kilian Lekse zum Ausgleich traf. 2:2. So ging es in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff merkte man den Dorfener Jungs an, dass sie selbst mit ihrer Leistung im ersten Durchgang nicht zufrieden waren. Trainer Lüers fand in der Pause wohl die richtigen Worte. Der TSV Dorfen begann stürmisch. Mooser, Brauer, Bachmaier versuchten es aus der Distanz, leider ohne Erfolg. Einige Ecken von Aimer und Härle brachten zwar Gefahr, aber nichts Zählbares. Allgemein waren die Isenstädter zu passiv. Derweilen kam auch der TSV Gaimersheim ein um das andere Mal gefährlich vor das Dorfener Gehäuse. Meist mit langen Bällen versuchten sie das Mittelfeld zu überwinden, um mit ihren schnellen Stürmern zum Abschluss zu kommen. Die Abwehr um Müller, Folger, Härle und Lekse hatten das aber weitgehend im Griff. Konnte ein Gaimersheimer Spieler diese Hürde überwinden, war da noch der aufmerksame Torhüter Markus Kraske.
Schwung auf der rechten Seite brachte die Einwechslung von Kilian Hobmaier.
Mit zunehmender Spieldauer in der 2. Halbzeit wurde etwas ruppiger. Der Schiedsrichter musste ein ums andere Mal eingreifen. Lukas Aimer holte sich in der 42. Minute seine erste gelbe Karte in seiner Karriere ab. Nach einem Zusammenprall zweier Gaimersheimer Spieler, musste einer der beiden kurzzeitig verletzt vom Platz, konnte dann aber weiterspielen. Im Minutentakt gab es nun Torraumszenen hüben wie drüben. Schüsse von Mooser und Lüers parierte der Torwart, ein Freistoß der Isenstädter ging durch die Abwehrreihen knapp am Tor vorbei.
In der 59. Minute war es dann ein gelbbestraftes Foul an Fabian Brauer, das zu Freistoß und anschließender Ecke führte. Die Ecke von Härle fand einen Abnehmer: praktisch mit dem Schlusspfiff spitzelte Sami Müller das Leder über die Linie. Hart erkämpfte 3 Punkte, die dem TSV Dorfen erstmal den 4. Tabellenplatz in der Kreisliga sichern.
Ausblick: Vor der Osterferienpause steht noch das Auswärtsspiel beim SC Eintracht Freising auf dem Plan. Der Tabellenführer der Kreisliga Donau/Isar hat in der aktuellen Saison erst ein Spiel verloren. Um in Freising bestehen zu können, bedarf es in allen Belangen einer enormen Leistungssteigerung.

TH

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